Ein eigener Erfahrungsbericht einer Yachtcharter ab Werder/Havel
Etwa 3 ½ Stunden nach dem Ablegen von unserem Heimathafen auf der Insel Töplitz in Werder/Havel erreichen Sie, nach einer Fahrt, vorbei an Potsdam und über den Wannsee die Schleuse Spandau. Hier beginnt die Havel-Oder-Wasserstraße, die Sie durch die „Spandauer Havel, vorbei an Tegeler- und Niederneuendorfer See aus dem Berliner Stadtgebiet führt. Ihre Bootsferien in Brandenburg mit dem Ziel Müritz haben begonnen.
Die Havel-Oder-Wasserstraße ist stark von der Berufsschifffahrt genutzt, darüber hinaus herrscht auf den Berliner Gewässern noch reger Sportbootverkehr.
Landschaftlich ist dieser Teil der Strecke (ca. 25 km) der am wenigsten reizvolle; Sie fahren vorbei an zum Teil aufgelassenen Industrieanlagen und die Havel ist, nicht zuletzt um den Belangen der Berufsschifffahrt Rechnung zu tragen, kanalisiert.
Oranienburg, Heimat der Landesgartenschau 2009 mit seinem Wahrzeichen Schloss Oranienburg, eines der bedeutendsten Barockbauten in Brandenburg lädt Sie mit Ihrer Charteryacht der Bootscharter Keser im Stadthafen direkt am Gartenschau-Gelände und am Schloss zum Verweilen ein.
Zurück auf dem Oder-Havel-Kanal fahren Sie durch ausgedehnte Waldgebiete weiter bis ca, km 40,5 und biegen dann in westlicher Richtung in den Malzer Kanal ein. Hier beginnt die
Obere-Havel-Wasserstraße
Der Malzer Kanal geht bei Liebenwalde in den Vosskanal über. Ab Zehdenick verändert die Havel grundlegend ihr Gesicht.
Zwar ist auch dieser Teil Ihrer Tour durch Schleusen und bauliche Maßnahmen geregelt, jedoch verläuft die Havel bereits weitestgehend in ihrem natürlichen Bett. Spätestens jetzt fühlen Sie die Gewissheit, dass Ferien auf einem Boot der Bootscharter Keser etwas ganz Besonderes und Erholsames sein kann.
Ab Burgwall verändert die Havel erneut grundlegend ihr Gesicht. Sie fließt in ihrem ursprünglichen Bett ohne menschliche Eingriffe inmitten einer unbeschreiblichen Naturlandschaft dahin. Halten Sie die Augen offen und Sie werden unglaubliche Eindrücke von der vorhandenen Flora und Fauna gewinnen.
Die Berufsschifffahrt ist, bis auf wenige Ausflugsschiffe, auf diesem Teil Ihrer Reise nicht mehr zu sehen, und zeitweise sind Sie allein auf weiter Flur.
Zurück auf der Havel führt Sie Ihr Weg über die „Steinhavel“
und den Stolp- und Schwedtsee nach Fürstenberg. Nicht umsonst führt Fürstenberg den Zusatz „Wasserstadt“
Anlegemöglichkeiten direkt im Stadthafen (Stadtzentrum) oder aber direkt nach der Schleuse in der Marina am Röblinsee. (Fußweg in das Stadtzentrum von Fürstenberg 20 min.
Es ist nicht mehr weit bis zur Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Bootsurlaub auf der Havel wandelt sich nahezu unmerklich in Bootsferien auf der Müritz. Die Havel verbreitert sich und geht in eine Seenlandschaft über, die durch kurze kanalähnliche Verbindungen ineinander fließen. Die westliche Hälfte des Ellenbogensees bei Priepert gehört bereits zur
Müritz-Havel-Wasserstraße
die nahezu ausschließlich von der Sportschifffahrt genutzt wird. Über wie an einer Perlenkette aufgereihte Seenlandschaft (dem größten zusammenhängenden Seengebiet Mitteleuropas)
gelangen Sie zur „Kleinen Müritz“. Bei Rechlin finden Sie Gastliegeplätze sowohl im Yachthafen Rechlin als auch direkt daneben im Müritz-Segel-Verein.
Erholen Sie sich gut für den nächsten Tag, denn dann wartet auf Sie die Müritz.
Bezeichnen Sie die Müritz bitte niemals als Müritzsee. Den gibt es auch und zwar als kleines Binnengewässer und somit keinesfalls vergleichbar mit dem größten (rein deutschen) Binnensee Deutschlands.
Mit einer Fläche von 117 Quadratkilometern trägt die Müritz ihren Namen, der aus dem Wendischen kommt und „kleines Meer“ bedeutet, völlig zu Recht.
Fahren Sie auf diesem einzigartigen Gewässer zur Binnenmüritz nach Waren. Die Liegeplätze in Waren sind sehr begehrt und Sie sollten sich bemühen, Waren bis spätestens 13.00 zu erreichen, um noch einen dieser Plätze zu ergattern.
Machen Sie sich auf zu einem Stadtbummel in diesen malerischen Luftkurort mit seinem mittelalterlichen Stadtbild, pulsierendem Leben, einer hervorragenden Gastronomie und einer Vielzahl kultureller Highlights.
Über Klink (Liegeplatz in der „Marina am Schloss“)
erreichen Sie Röbel, das südwestliche Ende der Müritz. Der Stadthafen lädt zum Anlegen,
zum Verzehr eines ausgesprochenen leckeren Fischbrötchens und anschließendem Rundgang durch die charmante historische Altstadt Röbels ein.
Auch Technik- und Eisenbahnfreunde kommen voll auf ihre Kosten, das Eisenbahn-Freiluftmuseum
lässt nicht nur Männerherzen höher schlagen. Und wer lieber ins Wasser möchte, dem sei die Müritz-Therme aufs Wärmste empfohlen.
Von Röbel aus geht es zurück in die Kleine Müritz zu unserem Stützpunkt Rechlin,
an dem Sie Ihr „schwimmendes zu Hause auf Zeit“ nach hoffentlich unvergesslichen Tagen wieder an uns zurück geben.
Zum Schluss haben wir 3 Bitten an Sie:
Kommen Sie gut und sicher wieder nach Hause.
Wenn es Ihnen an Bord unserer Yacht gefallen hat, empfehlen Sie uns bitte weiter. Wenn trotz aller sorgfältigen Vorbereitung Anlass zur Kritik gegeben sein sollte, sagen Sie es uns bitte. Wir können nur besser werden, wenn Sie uns sagen, wo wir besser werden können.
Unser größter Wunsch aber: Bitte beehren Sie uns wieder. Und schauen Sie ab und zu auf unserer Internetseite www.bootscharterkeser.de vorbei. Hier stellen wir regelmäßig attraktive Angebote für Sie ein
Ihr Team vom
Bootscharter Keser
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